Archiv | November 2014

Back Home and Thanksgiving

Nach drei abwechslungsreichen Wochen, hieß es für mich Sachen packen und 3 Meilen;) zurück zu meinem Haus und meinen Gasteltern, die am Morgen zurückgekehrt waren, mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen ihrer Kreuzfahrt.
Thanksgiving haben wir groß in unserem Haus hier gefeiert. Alle drei Familien waren da, also die Familien der beiden Töchter, meine Gasteltern und ich. Meine Gastmutter hatte schon zwei Tage vorher den Tisch gedeckt, was sie eigentlich eine Woche vorher macht, wie ich erfahren habe, und begonnen das Essen zuzubereiten. Aber sie waren ja erst ein paar Tage vorher zurück gekommen. Das Thanksgiving Fest war großartig! So viel gutes Essen, zuerst gab es kleine Snacks, dann ging es zu Tisch. Es gab Truthahn, und ganz viele verschiedene Gerichte, ich kann kann mich schon gar nicht mehr an alle erinnern! Ich genieße es, wenn die Familie zusammenkommt und gemeinsam Zeit verbringt. Am Tisch hat jeder erzählt wofür er dankbar ist in diesem Jahr. Bei mir stand mein Austausch im Vordergrund, dass bis jetzt alles so gut geklappt hat und ich so einen schönen „Start“ hatte. Es sind immerhin schon fast drei Monate, die ich in Amerika verbracht habe und ich bereue es keinen Tag. Nach dem der Hauptmahlzeit an Thanksgiving gab es Vorstellungen von jeder Familie. Es gab Sketche und sogar ein kleines, selbst ausgedachtes Theaterstück! Zusammen mit meinem Gastvater hatte ich am Tag zuvor ein lustiges Interview geschrieben, dass wir dann vortrugen. Hier könnt ihr euch unseren Sketch ansehen. Wir hatten jetzt vier Tage frei, mit dem Wochenende, über Thanksgiving. Am Mittwoch, dem letzten Schultag davor, hat es hier zum ersten mal geschneit, und der Schnee blieb sogar ein paar Stunden liegen! Ich bin aber noch lange nicht in Weihnachtsstimmung, auch wenn schon fleißig Dekoration verkauft wird, die sogar von einigen Leuten schon genutzt wird!

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Hier noch ein Bild zum Black Friday. Das ist der Tag nach Thanksgiving, an dem alle Einkaufszentren mit einer riesigen Rabatt-Aktion alle Leute anziehen, die dann die shopping malls stürmen und alles mitreißen. Sicherlich kann man da ein paar gute Schnäppchen einsammeln, wir waren auch einkaufen um uns das anzuschauen. Aber im Großen und Ganzen ist es eine Marketingstrategie. Das erklärt auch, dass der Thanksgiving Donnerstag seit neuestem in den großen Sale mit eingeschlossen wurde. Da wir relativ früh da waren, und es auch der Vor-Donnerstag war, waren zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht so viele Leute da.IMG_0392


 Die Geschichte der Hornblowers

In der Zwischenzeit hatten sich Mr. and Mrs. Hornblower selbst bei mir eingeladen, und werden nun voraussichtlich bis Weihnachten meine Gäste sein. Wie ich damit umgehen soll? Ich denke ich pass mich der Tradition erst einmal an, les‘ mir die Regeln durch und bleib erst mal locker! Es ist nämlich tatsächlich eine lustige Idee, die hier in der Familie zur Tradition geworden ist, und zwar fing alles damit an, dass eine Tochter meiner Gasteltern zu Weihnachten eine kitschige Figur geschenkt bekam. Bis heute wundert sie sich, und da ist sie nicht allein, dass es ein seriöses Geschenk ihrer Tante war, damals ’86. Siebenundvierzig mal ist die Figur von Person zu Person gewandert und hat zwischendurch noch einen selfmade Partner bekommen, Mrs. Hornblower! Weitergegeben dürfen die Figuren nun also zu bestimmten Anlässen wie an Geburtstage, zu Weihnachten, zur Prom oder eben zu Thanksgiving. Bisher wurden die Hornblower an zwei Geburtstagen weitergegeben, ich hatte mir schon gedacht, wie praktisch dass ich hier nicht Geburtstag haben werde. Aber dann wurde mir die Tüte überreicht, direkt nachdem alle ihren Thanksgiving-Skit vorgetragen hatten. Jedenfalls überleg ich mir in der Zwischenzeit schon mal, wer zu Weihnachten die Ehre der Hornblowers haben wird. Bis dahin dürfen verweilen sie in meinem Zimmer auf ihrem Ehrenplatz. Einfach witzig – und auch komisch.^^

Nächstes mal berichte ich euch über Unser Seilbahn-Projekt und was ich sonst noch so erlebe.

Schule – Feiertag – Schule

Nach Halloween gab es ein langes Wochenende, dass heißt Montag und Dienstag waren zusätzlich frei. Am Dienstag bin ich dann umgezogen. Vom Haus meiner Gasteltern, zu einer ihrer Töchter und ihrer Familie. Da meine Gasteltern drei Wochen im Urlaub sind, darf ich dann also hier wohnen und einen unterschiedlichen Lifestyle kennen lernen. Deren Sohn Aiden ist 14 und es ist schön, nun etwas mehr mit ihm unternehmen zu können. Seine zwei älteren Schwestern sind außer Haus am College, ich habe aber beide schon mal gesehen.  Wir schauen hier ab und zu Game of Thrones, ich liebe die Serie einfach, und hatte sie zuvor auch schon auf deutsch gesehen. Außerdem habe ich schon zwei neue Spiele gelernt, es macht Spaß mit allen zu spielen. Letztes Wochenende waren wir, in einem high ropes course, in den Bäumen unterwegs. Also zuerst haben wir uns angemeldet, Equipment bekommen und dann ging’s los! Zuerst etwas leichteres und dann die schönen anspruchsvollen Routen. Es war durchaus ein schönes Erlebnis. Eines der aufregendsten Elemente in diesem Kletterpark war, ein Sprung in die Tiefe am Ende ausgewählter Routen. Man klickte sich mit seinen Karabinern in eine von oben herabhängende Öse ein und sprang. Ähnlich eines Autogurtes arretierte das Seil in der Spule, an dem man hing, und so wurde der Fall gebremst und man setzte gemütlich am Boden auf.

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Von rechts nach links: Der Schwiegersohn meiner Gasteltern,  meine Wenigkeit, der Enkel meiner Gasteltern und  Freunde der Familie.

Vor knapp drei Wochen war das finale Race vom Cross Country und damit auch das Ende der Saison. Es war gut, dennoch war ich froh, dass wir fertig waren. Es war ein gutes Training und ich habe einiges gelernt, es war zwar schade, dass wir nur ein sehr kleines Team hatten, aber sonst war es schön. Unsere Schule ist ziemlich klein, deswegen hatten wir nicht viele Leute in der Gruppe. Auch wenn ich nicht Platz 1 oder 10 geholt habe, bin ich mit meinem mittendrin ganz zufrieden und freue mich darüber, dass ich mich durch die Saison hindurch verbessert habe. Ich habe dadurch einen neuen Sport ausprobiert und einiges gelernt. Ich finde es genial, dass alle zusammen rennen, Schüler die wie ich neu angefangen haben, oder welche die schon fast ihr ganzes Schulleben Cross Country laufen. Frauen und Männer rennen allerdings nach wie vor meistens getrennt.

Ich habe jetzt hoffentlich Zeit nach der Schule, wieder neue Dinge auszuprobieren und vielleicht öfter zum klettern kommen. Es macht total Spaß Leute kennen zu lernen. Ich finde es einfach toll, wie offen einem die Menschen begegnen. Die Schule beschäftigt mich durchgehend mit Hausaufgaben, was wirklich nicht einfach ist. Manchmal, wenn ich mich aus einem Haufen Arbeit heraus grabe und Licht sehe, dann prasselt ein neues Paket mit Aufgaben herab. Ich versuche es so gut ich kann zu erledigen und spreche mit Lehrern, wenn ich etwas nicht verstehe. Zum Glück ist aber gerade eine Feiertag reiche Zeit, so war zum Beispiel letzten Dienstag aufgrund des veterans day keine Schule. Und auch um Thanksgiving, nächste Woche, haben wir zwei Tage zusätzlich zum Wochenende frei. So erleichtert es mir also ein bisschen den Schulalltag, da wir nur an Weihnachten und im Frühling Ferien haben. Ich freu mich auf Thanksgiving, und werde dann bald davon berichten.

Halloween und alles was dazu gehört

Am Halloween Freitag waren wir fast mit der gesamten Highschool in einer Großküche und haben dort gekocht, für Obdachlose. Teilweise wird dort von über gebliebenen Lebensmitteln eines Supermarktes Essen zubereitet. Dies kann mitunter sehr ekelhaft sein. Ich hatte zum Beispiel mit ein paar anderen die Aufgabe, „gute Erdbeeren“ von schlechten Erdbeeren zu trennen. Die Früchte, die wir letztendlich als gut aussortierten, würde ich aus einer normalen Packung entfernen. Aus einer Verpackung mit ca. 25 Stück konnte man 1-3 Stück herausnehmen, die dann weiter verarbeitet wurden. Der Rest ging zurück in die Tonne. Ich war froh als wir fertig waren, auch wenn es schön war eventuell anderen Menschen damit etwas gutes getan zu haben.

Dadurch dass wir am Freitag nicht in der Schule waren, hatten wir Halloween in der Schule am Donnerstag. Die meisten hatten sich verkleidet, und für zwei der besten Kostüme verloste der Schülerrat Starbucks Gutscheine. Ich hatte mir einen Mantel und einen Hut aus Kasachstan von meinem Gastvater ausgeliehen, da meine eigentliche Idee nicht funktionierte. Ich habe zwar keinen Preis gewonnen, aber es war auf jeden Fall sehr lustig.

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schoolAm Abend war ich dann mit dem Enkel meiner Gasteltern, und dessen Freund, zum „Trick or Treat“ in den Straßen Silver Springs. Die beiden sind neun Jahre alt, und ich hab sie dann einfach ein bisschen unterstützt. Es ist wirklich erstaunlich, wie die Leute zuerst auf diesen Tag hinarbeiten und ihn dann voller Enthusiasmus zelebrieren. In wirklich jedem dekorierten Haus warteten freundliche Leute mit ihren Süßigkeiten. Für mich war es auch interessant, auf diese Weise, die Einrichtung anderer Leute in ihren Häusern zu sehen. Ich war nicht sehr lange mit den Kleinen unterwegs, da ich zu einer Halloween Party von meiner Klasse und ein paar anderen eingeladen war. Mit unserer, dann etwas größeren, Gruppe sind wir dann losgezogen, es war ein schöner Abend. Zur Krönung des Abends, fuhren wir zu einer ziemlich aufwendig dekorierten Straße. Es war beeindruckend. Einige Häuser hatten Bauten in Form eines gruseligen Schlosses im Vorgarten, oder Labyrinthe in denen jemand wartete um Leute zu erschrecken. Mein persönlicher Favorit in dieser Straße, die in der Halloween-Zeit scary parry gennant wird, war ein dekorierter Abfluss in der Straße. Jemand hatte sich die Mühe gemacht diesen „Raum“ unter der Straße zu beleuchten und mit Halloween Utensilien auszustatten. Sogar Musik kam aus der Öffnung am Gehsteig. Ich kann sagen, Halloween ist ein Erlebnis für sich in Amerika und unterscheidet sich sehr zu der Version in Deutschland.

Das hatte ich nach dem Abend in meinem Beutel.

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Und hier dann geordnet und aussortiert ;)

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