Archiv | September 2014

Kulturschock

Es ist wieder Sonntag. Letzte Woche habe ich leider keine Zeit gefunden einen Beitrag zu veröffentlichen. Das sagt ja auch schon einiges darüber aus, dass ich hier sehr beschäftigt bin. Zum einen habe ich einiges für die Schule zu erledigen und zum anderen unternehmen wir viel. Damit meine ich die beiden Töchter meiner Gasteltern und deren Familie, meine Gasteltern und mich. Wir waren im Zirkus, im Kino, hatten zwei Geburtstage in der Familie zu feiern und wir waren klettern! Ich mag beide Familien gerne, es macht Spass etwas mit ihnen zu unternehmen. Es ist total genial, das ich hier auch klettern kann und vor allem ist es Glück, dass die Familie der einen Tochter Kletter sind. Gestern war ich noch auf einer Geburtstagsparty von einer Klassenkameradin, es war sehr lustig, aber auch ein bisschen langweilig.

circusIch staune immer noch jeden Tag über einige Sachen, es gibt hier zum Beispiel für fast alles Geräte und Maschinen. Das ist das, was als „Kulturschock“ bezeichnet wird. Es sind einfach viele Sachen ganz anders, als man sie kennt. Und es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn man hier Rehe im Garten hat, die laufen einfach durch die Nachbarschaft. Wir haben sogar eine Stromzaun im Garten, damit die Sie nicht an die Pflanzen gehen. Außerdem sieht man auch viele Eichhörnchen, die sich ein bisschen farblich zu denen in Deutschland unterscheiden.Eichhörnchen

Meine Gasteltern und ich wohnen in einem großen Haus, direkt dahinter ist ein schöner Wald mit einem Bach. Mir gefällt die Gegend sehr, und im Wald kann ich sogar Cross Country trainieren. Denn ich bin hier nämlich im Cross Country Team meiner Schule. Wir haben jede Woche einen Wettkampf.

Hier noch ein paar Bilder vom Haus:Housbacksitesite

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Washington Week

Seit einer Woche wohne ich jetzt hier in Silver Spring, nicht weit von Washington DC. Meine Gasteltern sind total nett, gut organisiert und witzig. Sie haben ein großes Haus mit Wald dahinter in einer schönen Siedlung. Ich genieße das Privileg hier wohnen zu dürfen und fühle mich sehr wohl. In der Woche habe ich mich hier gut eingelebt und habe alles was ich brauche.

Dienstag, mein erster Schultag, verlief sehr gut. Ich bekam alles gezeigt, so dass ich eine grobe Orientierung in der Schule habe. Bei Fragen oder Unklarheiten sind alle sehr hilfsbereit. Ich bin in einer kleinen Klasse mit nur 10 Schülern, aber das ist ja für mich nichts neues. Es gibt einen Mazedonier, eine Schwedin, eine Italienerin und jetzt noch ein Deutschen in der Klasse. Die anderen sind Amerikaner. An den Unterricht auf englisch muss ich mich auch erst noch gewöhnen. Ich konnte mich zwischen ein paar Stunden entscheiden, die anderen Stunden sind vorgegeben.

Am Freitag unternahmen wir mit der gesamten Highschool einen Ausflug nach Washington. Ein Besuch im historischen Museum war der Inhalt des Tages, aber für mich war es auch das erste mal in der Stadt! Es war sehr beeindruckend und interessant. Die Leute sind sehr locker und freundlich. Sehr angenehm ist außerdem die Spontanität der Amerikaner.

Große Autos, große  Straßen, große Häuser. Und auch in den Läden gibt es eine riesige Auswahl. Alles was ich hier erlebe ist spannend. Heute waren wir am Strand, zwar war es eine dreistündige Autofahrt, aber es hat sich gelohnt! Es war sehr schön, ich habe zum ersten mal im Atlantik gebadet. Ich genoss die Sonne und auch die großen Wellen. Und wir haben Delphine gesehen!

Letzte Stunden in Deutschland

Ich sitze am Gate des Frankfurter Flughafens und warte auf meinen Flieger. Letztendlich ging dann doch alles ziemlich schnell. Ich habe eine Gastfamilie in der Nähe von Washington DC gefunden. Und auch die Frage um den Schulplatz wurde geklärt. Ich werde auf eine Privatschule nicht weit von Washington gehen! An den öffentlichen Highschools gab es keine freien Plätze mehr.

Ich wurde in den letzten Tagen oft gefragt, ob ich aufgeregt sei. Eigentlich erst ab der letzten Nacht, ich konnte nicht sehr gut schlafen. Und dann ging es direkt nach Berlin. Dort hatte ich enormes Glück, da ich mit einem großen Koffer, einem Handgepäck, meiner Trompete und meinem Laptop unterwegs bin, und alles ohne Aufpreis aufgenommen wurde. Unmittelbar danach verabschiedete ich mich von meiner Familie und ging zum Gate. Bis auf eine kleine Verspätung von ein paar Minuten ging mein kurzer Flug nach Frankfurt gut. In Frankfurt habe ich mich dann erstaunlich gut beim Gate meines Fliegers nach Washington eingefunden. Ich habe noch ein wenig Zeit bis zur b0arding-time.

Nach Washington werde ich knappe neun Stunden fliegen und anschließend holt mich meine Gastfamilie vom Flughafen ab. Ich bin gespannt und hoffe, dass alles gut gehen wird. Da bin ich jedoch zuversichtlich!